Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte,
auf dieser Seite stellen wir eine Auswahl an Ereignissen der vergangenen Jahre zur Verfügung (selektiv).
Vortrag Prof. v. Saldern an der Universität Vechta
Mitgliederversammlung 2010
Didacta 2010 in Köln
Bildungsfahrt 2010 zur Ruhrmetropole Essen
Auf Einladung des GEW-Kreisverbandes Vechta hielt der renommierte Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Matthias von Saldern von der Leuphana Universität in Lüneburg einen kurzweiligen und informativen Vortrag, in dem sich er kritisch mit dem deutschen Schulsystem auseinandersetzte.
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17. Februar 2010
Dieter Knutz referiert auf Mitgliederversammlung 2010
Der Bezirksvorsitzende der GEW war Gast bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbands Vechta.
Er referierte zum Thema "Für ein gerechtes Schul- und Bildungssystem".
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Vorstandsmitglied Hubert Kessing (links) bedankt sich bei Dieter Knutz
Die Mitgliederversammlung des GEW.Kreisverbands Vechta hat den langjährigen Schatzmeister Hubert Kessing für weitere 2 Jahre in seinem Amt bestätigt. Der Vorsitzende Franz Josef Gadomski bedankte sich für die hervorragende Arbeit bei Hubert Kessing, der diese Arbeit nunmehr seit mehr als einem Vierteljahrhundert mache und immer die Zuverlässigkeit in Person gewesen sei.
Im inoffiziellen Teil der Versammlung referierte der Bezirksvorsitzende Dieter Knutz zur aktuellen Schulpolitik und den Konsequenzen, die sich für die GEW daraus ergäben.
Dabei kritisierte er die Politik der Bundesregierung scharf. Die Steuergeschenke für Reiche und "Reformen" zu Lasten der Arbeitnehmer seien gesamtgesellschaftlich nicht hinnehmbar und ungerecht. Diese Politik habe auch Konsequenzen für das Bildungswesen, denn hier verschließe die Politik in Berlin und Hannover die Augen vor der gesellschaftlichen Realität. Vor allem das gegliederte System sei ungerecht und garantiere nicht die notwendige Chancengleichheit.
Hier griff Knutz vor allem die niedersächsische Schulpolitik an: Nicht Teilhabe an Bildung für alle, sondern zu frühe Trennung in drei Sekundarschulformen habe die Hauptschule zur Restschule verkommen lassen. Wenn die Entwicklung bei dem jeztigen Demografietrend so weiter gehe, sei eine wohnortnahe Beschulung in Gefahr. Betroffen davon seien vor allem sozial Schwache und Kinder mit Migrationshintergrund. Integrierte Lösungen seien daher besser als ein stures Festhalten an der Auslese.
"Wer frühzeitig Kinder durch frühe Auslese auf das Abstellgleis schiebt, wer die Begegnung zwischen jungen Menschen unterschiedlicher sozialer Herkunft, aus unterschiedlichen Kulturen und Ländern in einer gemeinsamen Schule verhindert, wer in Schule Ausgrenzung statt Integration betreibt, der versäumt die große Chance, die Gefahr sozialer Konflikte .zu verringern," so Dieter Knutz.
Kurt Reinemann
26. März 2010
GEW fährt zur Didacta nach Köln

Der Vorsitzende des GEW-Kreisverbands Vechta, Franz-Josef Gadomski, der stellvertretende Kreisvoritzende Kurt Reinemann sowie die Vorstandsmitglieder Brigitte Werremeyer und Mechthild Koddebusch (im Bild unten v.l.n.r.) fuhren am ersten Tag der Osterferien nach Köln zur Bildungsmesse Didacta.

Neben allgemeinen Erledigungen für die jeweiligen Schulformen und Fächer der Kollegen stand natürlich auch ein gemeinsamer Besuch beim GEW-Stand auf dem Programm.

19. November 2010
GEW- Kreisverband Vechta in Essen/ Ruhr |
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Die diesjährige Bildungsfahrt führte Vorstandsmitglieder und interessierte
Gewerkschafterinnen und Gewerkschafterin die "Ruhrmetropole" Essen.
Dabei standen Besichtigungen der Villa Hügel, der Zeche Zollverein
und eine Ausstellung im Museum Folkwang auf dem Programm.
Die Villa Hügel, von Alfred Krupp in den Jahren 1870 bis 1873 erbaut, sollte Wohnhaus für die Familie sein, ist mit 269 Räumen und 8100 qm Fläche inmitten eines 28 ha großen Parks aber auch ein repräsentatives Symbol der Industrialisierung in Deutschland, die nach der Reichsgründung deutlich an Fahrt aufgenommen hatte. Industrielle, Banker und selbst gekrönte Häupter wie Wilhelm I. und Wilhelm II. gaben sich hier die Klinke in die Hand.
Eine Sonderausstellung gibt zurzeit Einblicke in den Aufstieg der Familie Krupp und ihre wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Essen und ihren politischen Einfluss bis in die Spitzen der Politik. |
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Die Zeche Zollverein steht exemplarisch für die Kohle fördernde und verarbeitende Industrie des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie ist die weltweit einzige Anlage, an der sich die Komplexität dieses Industriezweiges heute noch ablesen lässt und daher Symbol für die Industriekultur im Ruhrgebiet. Die Geschichte beginnt 1847 mit dem Kauf von Grubenfeldern durch den Duisburger Industriellen Franz Haniel, 1851 setzt die Kohleförderung auf „Zollverein“ ein. Der Name geht auf die 1834 geschaffene Freihandelszone zurück und kann als Synonym für den wirtschaftlichen Aufschwung gesehen werden.
1926 schließlich wird Zollverein in die neu gegründete „Vereinigte Stahlwerke AG“ integriert. Zollverein war aber nicht nur die größte Zeche des Reviers, sie wurde auch als die „schönste Zeche der Welt“ bezeichnet. Die Gewerkschafter der Vechtaer GEW konnten sich ein Bild von der in der Industriewelt sicher einmaligen Architektur machen.
Nach dem zweiten Weltkrieg kommt für den „Pott“ zunächst ein Wiederaufschwung; in den 60er Jahren setzt dann der Strukturwandel ein. Das Ende des Kohle- und Stahlzeitalters macht auch vor Zollverein nicht Halt. Die größte Zeche des Ruhrgebiets kann trotz aller Rationalisierungsbemühungen dem Kostendruck ausländischer Kohleförderung nicht Stand halten. Am 23. Dezember 1986 schließt die letzte der Essener Zechen ihre Tore. Am 30.Juni 1993 folgt die Kokerei. Eine Ära geht zu Ende.
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Letzter Programmpunkt war der Besuch des Museums Folkwang, das als Stiftung auch mit der Krupp-Dynastie verbunden ist. Hier war zentrales Angebot die Ausstellung über Paris und die Impressionisten. Unter dem Titel "Bilder einer Metropole - Die Impressionisten in Paris" wird die erste Metropole der Moderne aus der Sicht von Künstlern, die in der zweiten Hälfte des 19. Jhdts. an der Seine lebten, in all ihren Facetten präsentiert.
In der Ausstelllung wurden Gemälde durch frühe fotografische Darstellungen ergänzt. Die Impressionisten und ihre Zeitgenossen entwickelten so mit neuen Bildtechniken das Portrait einer modernen Stadtgesellschaft, ihrer Arbeit und Vergnügungen, das Bild des modernen Großstadtlebens.
Aber auch die Sammlung war sehr informativ und ebenfalls beeindruckend. Hier konnten die Vechtaer eine weitgehend vollständige Übersicht über die deutsche und französische Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts sehen und einzigartige Werke von van Gogh, Cezanne, Gauguin und Matisse, den Wegbereitern der Moderne, bestaunen.
Kurt Reinemann
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