Archiv

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Interessierte,
auf dieser Seite stellen wir eine Auswahl an Ereignissen der vergangenen Jahre zur Verfügung (selektiv).

Bildungsfahrt 2011 nach Bremerhaven
Bildungsfahrt 2012 nach Quedlinburg
Dr. Schiffer fordert salutogenes Umdenken in der Pädagogik
Vortrag Prof. v. Saldern an der Universität Vechta
Didacta 2010 in Köln
Bildungsfahrt 2010 zur Ruhrmetropole Essen


 

50 Jahre Gewerkschafter in der GEW

Seit nunmehr 50 Jahren ist Karl-Heinz Geweke Mitglied in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Auch als Pensionär bringt er sich noch rege in die erweiterte Vorstandarbeit ein. Verbunden mit einem großen Dankeschön überreichte der GEW-Kreisvorsitzende Franz-Josef Gadomski dem Jubilar die Urkunde


Bildungsfahrt nach Quedlinburg

Wie in den vergangenen Jahren so unternahm der GEW-Kresverband auch in diesem Jahr eine Bildungsfahrt. An einem Septemberwochenende ging es nach Quedlinburg. Die Stadt ist seit 1994 Weltkulturerbe der UNESCO und besticht mit ihren restaurierten Fachwerkhäusern, die im Ensemble in Deutschland einmalig sind.

   

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Vortrag von Dr. Schiffer in Dinklage: Forderung nach salutogenem Umdenken

 

In einem stets kurzweiligen Vortrag vor etwa 80 Zuhörern im Hotel „Rheinischer Hof“ in Dinklage stellte der Mediziner Dr. Eckhard Schiffer, langjähriger Chefarzt der Abteilung für Psychosomatische Medizin am Christlichen Krankenhaus in Quakenbrück, das Konzept eines salutogenen Arbeitsumfeldes vor. Dabei betonte er die Bedeutung der Kreativität und des angstfreien gemeinsamen Arbeitens als Quell für Gesundheit und als präventives Gegenkonzept zum Behandeln von entwicklungs- und berufsbedingeten Krankheiten. Eingeladen hatten der GEW-Kreisverband Vechta und die Fachgruppe Sonderpädagogik.


 

Prof. Dr. Matthias von Saldern an der Uni Vechta: Längeres gemeinsames Lernen gefordert

Auf Einladung des GEW-Kreisverbandes Vechta hielt der renommierte Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Mathias von Saldern von der Leuphana Universität in Lüneburg einen kurzweiligen und informativen Vortrag, in dem sich er kritisch mit dem deutschen Schulsystem auseinandersetzte. weiter lesen


GEW fährt zur Didacta nach Köln

Der Vorsitzende des GEW-Kreisverbands Vechta, Franz-Josef Gadomski, der stellvertretende Kreisvoritzende Kurt Reinemann sowie die Vorstandsmitglieder Brigitte Werremeyer und Mechthild Koddebusch (im Bild unten v.l.n.r.) fuhren am ersten Tag der Osterferien nach Köln zur Bildungsmesse Didacta.

Neben allgemeinen Erledigungen für die jeweiligen Schulformen und Fächer der Kollegen stand natürlich auch ein gemeinsamer Besuch beim GEW-Stand auf dem Programm.


GEW- Kreisverband Vechta in Essen/ Ruhr

Die diesjährige Bildungsfahrt führte Vorstandsmitglieder und interessierte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafterin die „Ruhrmetropole“ Essen.  Dabei standen Besichtigungen der Villa Hügel, der Zeche Zollverein  und eine Ausstellung im Museum Folkwang auf dem Programm.

Die Villa Hügel, von Alfred Krupp in den Jahren 1870 bis 1873 erbaut, sollte Wohnhaus für die Familie sein, ist mit 269 Räumen und 8100 qm Fläche inmitten eines 28 ha großen Parks aber auch ein repräsentatives Symbol der Industrialisierung in Deutschland, die nach der Reichsgründung deutlich an Fahrt aufgenommen hatte. Industrielle, Banker und selbst gekrönte Häupter wie Wilhelm I. und Wilhelm II. gaben sich hier die Klinke in die Hand.

Eine Sonderausstellung gibt zurzeit Einblicke in den Aufstieg der Familie Krupp und ihre wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt Essen und ihren politischen Einfluss bis in die Spitzen der Politik.

Die Zeche Zollverein  steht exemplarisch für die Kohle fördernde und verarbeitende Industrie des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie ist die weltweit einzige Anlage, an der sich die Komplexität dieses Industriezweiges heute noch ablesen lässt und daher Symbol für die Industriekultur im Ruhrgebiet. Die Geschichte beginnt 1847 mit dem Kauf von Grubenfeldern durch den Duisburger Industriellen Franz Haniel, 1851 setzt die Kohleförderung auf „Zollverein“ ein. Der Name geht auf die 1834 geschaffene Freihandelszone zurück und kann als Synonym für den wirtschaftlichen Aufschwung gesehen werden.

1926 schließlich wird Zollverein in die neu gegründete „Vereinigte Stahlwerke AG“ integriert. Zollverein war aber nicht nur die größte Zeche des Reviers, sie wurde auch als die „schönste Zeche der Welt“ bezeichnet. Die Gewerkschafter der Vechtaer GEW konnten sich ein Bild von der in der Industriewelt sicher einmaligen Architektur machen.

Nach dem zweiten Weltkrieg kommt für den „Pott“ zunächst ein Wiederaufschwung; in den 60er Jahren setzt dann der Strukturwandel ein. Das Ende des Kohle- und Stahlzeitalters macht auch vor Zollverein nicht Halt. Die größte Zeche des Ruhrgebiets kann trotz aller Rationalisierungsbemühungen dem Kostendruck ausländischer Kohleförderung nicht Stand halten. Am 23. Dezember 1986  schließt die letzte der Essener Zechen ihre Tore. Am 30.Juni 1993 folgt die Kokerei. Eine Ära geht zu Ende.

Letzter Programmpunkt war der Besuch des Museums Folkwang, das als Stiftung auch mit der Krupp-Dynastie verbunden ist. Hier war zentrales Angebot die Ausstellung über Paris und die Impressionisten. Unter dem Titel „Bilder einer Metropole – Die Impressionisten in Paris“ wird die erste Metropole der Moderne aus der Sicht von Künstlern, die in der zweiten Hälfte des 19. Jhdts. an der Seine lebten, in all ihren Facetten präsentiert.

In der Ausstelllung wurden Gemälde durch frühe fotografische Darstellungen ergänzt. Die Impressionisten und ihre Zeitgenossen entwickelten so mit neuen Bildtechniken das Portrait einer modernen Stadtgesellschaft, ihrer Arbeit und Vergnügungen, das Bild des modernen Großstadtlebens.

Aber auch die Sammlung war sehr informativ und ebenfalls beeindruckend. Hier konnten die Vechtaer eine weitgehend vollständige Übersicht über die deutsche und französische Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts sehen und einzigartige Werke von van Gogh, Cezanne, Gauguin und Matisse, den Wegbereitern der Moderne, bestaunen.

Kurt Reinemann